Ziele für 2015 und den Januar

Mein Jahresmotto

Wie ich dieses Jahr meine Ziele und Vorsätze unter einen Hut bringe, hat mich lange und ausgiebig beschäftigt. Recht bald stand mein Jahresmotto fest, das mich irgendwie von selbst gefunden hat: Ubuntu. Klingt, wenn man es noch nie gehört hat, wahrscheinlich komisch. Wikipedia erklärt es so

Das Wort Ubuntu kommt aus den Bantusprachen der Zulu und der Xhosa und bedeutet in etwa „Menschlichkeit“, „Nächstenliebe“ und „Gemeinsinn“ sowie die Erfahrung und das Bewusstsein, dass man selbst Teil eines Ganzen ist.

Damit wird eine Grundhaltung bezeichnet, die sich vor allem auf wechselseitigen Respekt und Anerkennung, Achtung der Menschenwürde und das Bestreben nach einer harmonischen und friedlichen Gesellschaft stützt, aber auch für den Glauben an ein „universelles Band des Teilens, das alles Menschliche verbindet“. Die eigene Persönlichkeit und die Gemeinschaft stehen in der Ubuntu-Philosophie in enger Beziehung zueinander.

Der Begriff umfasst damit verschiedene Dinge, von denen mir in letzter Zeit vermehrt klar wurde, dass sie mir wichtig sind: Zum einen die Balance zwischen Individuum und Gemeinschaft, zwischen eigenen Ansprüchen und denen anderer, gleichzeitig aber auch die Verbundenenheit miteinander. Es verbindet, wie oben beschrieben, viele Werte, die ich für elementar halte, durch das Bewusstsein, Teil eines Ganzen zu sein, enthält es für mich zudem noch ein großes Maß Demut. Außerdem – aber da weiss ich nicht, ob das nicht einfach meine eigene Überinterpretation ist, die zu weit geht – verstehe ich es auch als eine innere Balance verschiedener Aspekte meiner Persönlichkeit, die vielleicht auf den ersten Blick unvereinbar erscheinen.

Letztlich also ein vielschichtiger Begriff – konkret heißt das für mich ein achtsamer und respektvoller Umgang mit mir und mit anderen, meine Bedürfnisse hören und anderen helfen, ihre zu entwickeln, mit der Umwelt und den Mitmenschen verbunden und in Einklang zu sein.

Und was heißt das jetzt konkret?

So lässt sich das natürlich schlecht konkret umsetzen – dazu kamen dann gleichzeitig meinen Überlegungen zu meinen „Zielmodifkationen“, die mir ja mal zu vage waren, dann zu viele und gleichzeitig zu wenige, kamen Schildmaids Änderungen von 12 in… zum Projekt Sparkle & Shine entgegen, so dass ich beschlossen habe, dies als Gerüst für meine Ideen und Pläne zu sehen.

Ich fange gleich mal mit der ersten Kategorie „Body &Soul“, die gleichzeitig mein Herzstück ist, an.

Was den Body betrifft, war ich im letzten Jahr  gefühlt so häufig  krank wie in den letzten 15 Jahren davor zusammen nicht. Da waren zwar neben Kleinkram wie Erkältungen auch Sachen dabei wie eine sehr, sehr fiese Zahnentzündung und ein gemeiner Erreger, den ich mir in Ecuador eingefangen hatte, die also schon sehr speziell waren, trotzdem ein klares Zeichen, dass ich meinen Körper etwas besser behandeln und meine Abwehrkräfte stärken sollte. Dadurch sind auch meine Sportversuche immer wieder ins Leere gelaufen, auf einen guten Monat folgten gleich zwei schlechte. Hängt auch damit zusammen, dass ich im Moment deutlich über meinem „Sportwohlfühlgewicht“ liege, was sich vor allem bei Bergtouren unangenehm bemerkbar macht. Ich will also insgesamt regelmäßig Sport treiben, mich gesunder und bewusster ernähren, dadurch auch gerne das eine oder andere Kilo verlieren und regelmäßig Arzttermine wahrnehmen.

Im Bereich „Soul“ habe ich im letzten Jahr zwar Fortschritte gemacht, was den Bereich Gelassenheit und innere Ruhe sowie Geduld betrifft, dies möchte ich aber noch mehr ausbauen, eine Form der Meditation finden, die zu mir passt und diese in mein Leben integrieren, weiterhin Autogenes Training machen und regelmäßig reflektieren, was es mir warum schwer macht, gelassen zu bleiben sowie mich in Achtsamkeit üben.

Schildmaid sagt „Mind“ dazu, bei mir heißt das „Lernen & Entwickeln“ (ich bin einfach ein kleiner Streber). Hier liegt mein Hauptaugenmerk darauf, mein Spanisch weiter zu verbessern. Außerdem steht noch meine Masterarbeit ins Haus, für die ich zwar schon eine Idee habe, die aber unbedingt dringen absprechen und dann auch umsetzen muss. Außerdem möchte ich generell meinen Horizont erweitern und (neue) Fähigkeiten entwickeln und aufbauen. Hier habe ich viele Ideen, will mich aber erst mal beschränken um mich nicht zu verzetteln, und auch offen sein für äußere Impulse.

„Grenzen testen und Neues ausprobieren“ ist meine Spaßrubrik 🙂  Ich viel viel reisen, erleben und spannende Sachen ausprobieren. Eine wichtige Erkenntnis des letzten Jahres war auch, meinem „inneren Kind“ mehr Platz und eine Spielwiese anzubieten, das werde ich machen.

Außerdem werde ich noch für mich selbst die Kategorien „Family & Friends“ sowie „Maintenance“ einfügen  – bei ersterer geht es um das Kontakt halten und regelmäßige Treffen mit Leuten, die mir wichtig sind, das Kennenlernen neuer Menschen und auch mein ehrenamtliches Engagement, der zweite Punkte betrifft all diese Kleinigkeiten, die dann doch irgendwie notwendig sind, wie die Steuererklärung machen und solche hübschen Sachen – dazu werde ich aber sicher nicht immer alles detailliert posten, nur wenn etwas Besonderes ansteht bzw. im Monatsrückblick schreiben, wie es so gelaufen ist.

Als wäre das noch nicht genug, habe ich zum Geburtstag eine Losbox mit 50 Aufgaben geschenkt bekommen. Manche davon sind schnell und einfach erledigt, manche erfordern etwas mehr Aufwand. Mein Ziel ist jetzt, jede Woche eines davon aufzumachen und in diese Woche zumindest die konkrete Planung zur Umsetzung anzufangen.

Meine konkreten Januarziele lauten daher wie folgt:

Body & Soul

* täglich 30 Minuten Bewegung

* Täglich 5 Portionen Obst/Gemüse essen

* 2 Wochen vegan essen (eine der Losbox-Aufgaben war 2 Wochen vegetarisch, aber da ich das sowieso schon bin, darf es mal wieder vegan sein)

* Jeden Tag mit einem Zitat und einer kurzen Meditation beginnen

* zwei überfällige Arzttermine vereinbaren

* jeden Abend den Tag reflektieren

* Routinen etablieren (siehe unten)

Lernen & Entwickeln

* täglich fünf Minuten Spanisch lernen

* Spanisch-Konversationskurs weiter machen

* Expose zur Masterarbeit schreiben und absprechen

* jeden Tag ein Foto machen

„Grenzen testen und Neues ausprobieren“

* meine Urlaube für dieses Jahr zumindest grob planen und ggf. auch buchen

* noch mal einen Improtheaterkurs machen

* mindestens zwei Sachen von meiner „(Er)leben“ Liste (mein kleiner Bruder der Bucket Liste, mit Museen, die ich besuchen, Wanderungen, die ich machen, Leute, die ich treffen will etc.) machen

Manche Sachen davon sind einmalig bzw durch Kurse eh schon festgelegt, aber da es auch viele Punkt gibt, bei denen Regelmäßigkeit wichtig ist, habe ich mir zwei Strategien überlegt.

Zum einen habe ich eine „Vorsatzliste“ für jeden Tag erstellt. Die umfasst vor allem Sport, die 5 Portionen Obst und Gemüse, 1 Foto pro Tag, 5 Minuten meditieren, 5 Minuten Spanisch lernen, 1 Aufgabe erledigen (dies kann aus der Kategorie Maintenance sein oder beispielsweise etwas für die Masterarbeit), 1 Anruf/Karte etc. bei Freunden und die abendliche Reflexion. Außerdem steht als vielleicht wichtigster Punkt „nett sein“ darauf, der mich daran erinnern soll, immer etwas freundlicher, höflicher, verständnisvoller etc. zu sein, als ich vielleicht gerade für nötig halte – mir hilft eine solche schriftliche Erinnerung tatsächlich. Jeder Punkt hat eine Nummer und auf der Übersichtsseite des Monats in meinem Kalender habe ich daraus eine Tabelle erstellt, wo ich täglich abhaken kann, was ich erfüllt habe. Dies ist zum einen ein Ansporn für mich, etwas tatsächlich zu tun, zum anderen kann ich sehen, womit ich Probleme habe.

Meine zweite Strategie sind Routinen, eine für den Morgen mit der Meditation, Spanisch, Sport, einem gesunden Frühstück sowie der Abend mit der Vororganisation des nächsten Tages und der Reflexion. Beide Routinen zusammen decken ca 60-70 Prozent meiner Vorsatzliste schon gut ab. Bis jetzt klappt es eigentlich ganz gut, mal schauen, wie es aussieht, wenn mich der Arbeitsalltag wieder hat.

Hast du Pläne und Vorsätze für das Jahr? Wenn ja, welche und was machst du, um diese auch umzusetzen? Oder hältst du das für Humbug?

Liebe Grüße

Inka

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4 Antworten zu Ziele für 2015 und den Januar

  1. Mein derzeitiger Vorsatz ist einfach den Jänner zu überstehen. Alles weitere wird sich zeigen. Nicht gerade spannend (vor allem für außenstehende) aber ist leider so.

    lg
    Maria

  2. Achja, super finde ich, dass Du Deine Ziele konkretisiert hast. „gesünder leben“ alleine führt meist nicht zum Erfolg. Aber wenn man genau formuliert, was man unter gesünderem leben versteht und das dann umsetzt – Du schaffst das!

    lg
    Maria

  3. Inka schreibt:

    Liebe Maria,
    das klingt ja nicht so gut. Ich drücke dir die Daumen, dass du die Kraft dafür findest!
    Liebe Grüße
    Inka

  4. Inka schreibt:

    Danke, Maria!

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